Die Technik hinter dem Fußball
18/04/06 20:02
Das Deutsche Patent- und Markenamt hat sich vom WM-Fieber packen lassen und gibt einen ganz besonderen Blick auf die Welt des Fußballs frei: Auf den Internetseiten des DPMA gibt es allerlei Lesens- und Wissenswertes über die (patent-)technischen Hintergründe des Runden, das ins das Eckige muß. Wer wissen will, was es mit Trikots auf sich hat, die ein Foulspiel nachweisen können, oder sich für die Raffinessen von Rasen begeistern kann, ist hier genau richtig.Kreativität am Weltfrauentag
08/03/06 14:48
Die Frauen kommen – the female approach to creativity
Nicht nur im Vorstand der Gesellschaft für Kreativität e.V. ist es zu spüren, auch bei den Publikationen zu diesemThema, das langsam aber sicher sein Schattendasein verlässt, rücken nun Damen in die Öffentlichkeit und dies in erfrischend anderer Weise, als wir Leser es bisher von den männlichen Autoren gewohnt waren.
Im deutsprachigen Raum habe ich seit 2000 in chronologischer Folge wahrgenommen:
• Monika Breitschuh & Marion Winners aus Berlin mit einem Artikel im Karriereführer des Handelsblatt (www.avenue.de)
• Annette Blumenschein & Sigrid Ehlers aus Frankfurt mit ihrem Buch ‚ Ideenmanagement – Wege zur strukturierten Kreativität’ (München 2002)‚ das nicht nur durch seinen Einband gefiel ...
• Nadja Schnetzler von brainstore aus Zürich mit dem martialisch kllingenden Buchtitel ‚Ideenmaschine’, womit sie ihren think-tank beschreibt, der angeblich auf 2.500 ‚Freie Kreative’ Zugriff hat.
• Anja Meyer-Grashorn, die ihr Ende 2004 erschienes Buch radikal betitelt mit: Spinnen ist Pflicht und damit ihre Leser ohne jegliche vornehme Zurückhaltung zum Handeln zwingt: www.spinnen-ist-pflicht.de
Dieses halbe Dutzend Frauenpower (wen habe ich noch vergessen?) verkörpert eine neue Autoren-Generation. Im Alter um die Vierzig, beruflich recht vielseitig vor akademischem Hintergrund und keinem der gereiften Kreativitäts-Gurus wie de Bono, Buzan, Geschka oder Schlicksupp verpflichtet, haben sie die Perlen der Methoden verfeinert oder gleich ganz unkonventionell neue entwickelt und diese obendrein noch mit unorthodoxen Namen wie z.B. Belebtes Bühnenbild oder Gift und Gegengift-Technik versehen. Allen Damen ist gemein, dass sie ihre Methoden aus ihrer Consulting-Praxis heraus entwickelt haben und diese dort fortlaufend der Bewährung unterziehen.
Die alten Hasen freuen sich über den frischen Wind in der Szene und die Auftraggeber haben mehr denn je die Qual der Wahl. So hat sich rund 50 Jahre nach der Buchveröffentlichung von Alex Osborn (Applied Imagination, N.Y. 1953) dieses Gebiet endlich dem Weiblichen geöffnet. Deutschland - das Land der Ideen braucht - nicht nur seine Frauen als Akteure auf den Feldern der Produkt-, Prozeß- und Sozialinnovationen sondern auch als Autorinnen in allen erschließbaren Medien. Kreativität und Innovation sind in der dt. Sprache bekanntlich weiblich, nun also auch in den Workshops sowie Buchläden und hoffentlich bald überall.
Prof. Dr. Jörg Mehlhorn, Vors. der Gesellschaft für Kreativität e.V. Mainz